Matthew Perry: Gericht verhängt Haftstrafe gegen persönlichen Assistenten
Das Urteil ist gesprochen: Im Zusammenhang mit dem Tod von „Friends“-Star Matthew Perry muss sein langjähriger Assistent ins Gefängnis. Mehr als zweieinhalb Jahre später sorgt das Strafmaß nun für einen juristischen Schlusspunkt – und wirft zugleich neue Fragen auf.

Mehr als zweieinhalb Jahre nach dem Tod von Matthew Perry ist die juristische Aufarbeitung weitgehend abgeschlossen. Ein Mann aus dem engsten Umfeld des „Friends“-Stars muss nun für mehrere Jahre ins Gefängnis. Das Urteil markiert einen weiteren Wendepunkt in einem Fall, der weltweit für Schlagzeilen sorgte.
41 Monate Gefängnis für Kenneth Iwamasa
Am Mittwoch, 27. Mai, verkündete das Gericht das Strafmaß gegen Kenneth Iwamasa, den langjährigen persönlichen Assistenten des Schauspielers. Er wurde zu 41 Monaten Haft verurteilt, also drei Jahren und fünf Monaten. Zusätzlich ordnete das Gericht eine zweijährige Bewährungszeit sowie eine Geldstrafe von 10.000 US-Dollar an. Iwamasa war eine zentrale Figur in den Ermittlungen rund um Perrys Tod. Laut Anklage soll er wiederholt Ketamin beschafft und dem Schauspieler verabreicht haben. Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass er auch jene Injektion setzte, die schließlich tödliche Folgen hatte.
Matthew Perry: Tragischer Tod am 28. Oktober 2023
Matthew Perry, weltweit bekannt als Chandler Bing aus der Kultserie „Friends“, starb am 28. Oktober 2023 im Alter von 54 Jahren. Die Nachricht erschütterte Fans auf der ganzen Welt. Schnell wurde bekannt, dass eine Überdosis Ketamin im Zusammenhang mit seinem Tod stand. Der Schauspieler hatte in der Vergangenheit offen über seine langjährigen Suchtprobleme gesprochen. In Interviews und seiner Autobiografie schilderte er seinen Kampf gegen Abhängigkeit und Rückfälle – und wurde für seine Offenheit vielfach respektiert. Umso größer war der Schock über die Umstände seines Todes.
Bei der Urteilsverkündung wandte sich Iwamasa direkt an die Familie des verstorbenen Schauspielers. In einer emotionalen Erklärung sagte er: „Es tut mir so leid für euch alle. Es tut mir einfach so leid, dass ich illegale Taten begangen habe, die ich für immer bereuen werde. Das werde ich mit ins Grab nehmen.[…] Ich hoffe, dass ich jemandem, der sich in meiner Lage befindet, als abschreckendes Beispiel diene, damit er bessere Entscheidungen trifft.”
Mit diesen Worten räumte er seine Schuld ein und zeigte Reue. Dennoch machte das Gericht deutlich, dass die Schwere der Tat eine deutliche Freiheitsstrafe erforderlich mache.
Matthew Perry: Ein Fall mit Signalwirkung
Der Fall beschränkte sich allerdings nicht nur auf eine einzelne Person. Insgesamt fünf Menschen wurden im Zuge der Ermittlungen angeklagt. Vier von ihnen waren bereits zuvor verurteilt worden. Die härteste Strafe traf eine Frau aus Los Angeles, die in den Medien als „Ketamin-Königin“ bezeichnet wurde. Sie erhielt eine Haftstrafe von 15 Jahren. Die Behörden warfen ihr vor, eine zentrale Rolle bei der illegalen Beschaffung und Verteilung der Substanz gespielt zu haben.
Der Tod von Matthew Perry löste nicht nur Trauer aus, sondern auch eine intensive Debatte über Medikamentenmissbrauch, ärztliche Verantwortung und das Umfeld von Prominenten. Der Fall zeigt, wie gefährlich der leichtfertige Umgang mit starken Substanzen sein kann – selbst dann, wenn sie medizinisch eingesetzt werden.




